Mit dem Hubschrauber zum Barockgarten Großsedlitz
Die meisten Hochzeiten, die ich begleite, spielen sich an ein oder zwei Orten ab. Bei dieser hier waren es drei, und zwischen zwei davon lag keine Autofahrt, sondern ein Hubschrauberflug. Ich habe tatsächlich schon ein paar Hochzeiten begleiten dürfen, wo es hoch hinaus ging, aber das war etwas ganz besonderes. Das bekomme ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich nur daran denke.
Kirchliche Trauung in der Frauenkirche
Der Tag im August begann in der Frauenkirche Dresden, einem der Orte, an denen kaum jemand nervös die Krawatte richtet, ohne kurz nach oben in die Kuppel zu schauen. Die Glocken, die Orgel, der lange Weg durch den Mittelgang: das Brautpaar hat sich diesen Rahmen bewusst ausgesucht, und man merkt der Zeremonie an, dass hier seit Jahrhunderten geheiratet wird. Wer selbst über eine Trauung in der Frauenkirche nachdenkt, sollte früh klären, dass es eine evangelische Kirche ist, Termine nur an wenigen Samstagen im Monat vergeben werden und mindestens einer von euch evangelisch sein sollte. Das frühzeitig zu wissen, erspart später Stress bei der Planung.
Für mich als Fotograf heißt ein Moment wie der Einzug der Braut vor allem: konzentriert bleiben. So etwas passiert einmal, nicht zweimal. Deshalb arbeite ich mit zwei Kameras und gespiegelten Speicherkarten. Geht eine Karte kaputt, ist trotzdem alles da.
Praktische Tipps rund um die Frauenkirche
Ein Punkt aus der Praxis, den viele Paare unterschätzen: Parkplätze direkt am Neumarkt sind rar, an einem Hochzeitswochenende im August erst recht. Wer mit dem Auto anreist, bucht sich besser eins der zahlreichen Hotels in unmittelbarer Nähe und lässt den Wagen dort stehen, statt zwanzig Minuten vor der Trauung noch eine Parklücke zu suchen.
Und noch etwas: Am Neumarkt seid ihr nie allein. Die Frauenkirche zieht das ganze Jahr Touristen an, im August besonders viele. Romantische Fotos zu zweit, ganz ohne fremde Blicke im Hintergrund, sind direkt vor der Kirche kaum möglich. Dafür liegen fußläufig einige der schönsten Fotospots der Stadt: der Fürstenzug, die Semperoper, die Brühlsche Terrasse und der Stallhof. Ein kurzer Spaziergang reicht und wir sind an den Fotospots.
Eine besondere Kirche mit Charakter und Geschichte




















Zum Flughafen, dann in die Luft
Nach der Trauung machten wir noch ein paar Fotos in der Innenstadt. (Semperoper, Zwinger) Dann ging es nicht zur nächsten Location um die Ecke, sondern mit dem Auto zum Flughafen Dresden und von dort mit dem Hubschrauber weiter. So etwas plant man nicht nebenbei. Franziska Viehrig von Festmomente hatte den Ablauf so getaktet, dass Kirche, Fahrt, Flug und Ankunft im Barockgarten ineinandergreifen, ohne dass irgendwo Leerlauf entsteht oder die Gäste zu lange warten müssen. Als Fotograf war ich in diese Planung eingebunden, nicht nur als jemand, der am Ende mit der Kamera auftaucht. Wo das Timing so eng ist, muss vorher klar sein, wo ich stehe, wann ich welches Bild brauche und wie viel Puffer bleibt, falls sich etwas verschiebt.
Ankunft im Barockgarten Großsedlitz
Der Barockgarten Großsedlitz wirkt schon aus der Luft beeindruckend, mit seinen symmetrischen Treppenanlagen und den beiden Orangerien. Im August stand der Garten in vollem Grün, dazu das warme Licht eines Sommerabends. Der Landeplatz war nur wenige Meter von Barockgarten entfernt.
Was mir an diesem Tag besonders gefallen hat, ist der Kontrast zwischen den beiden Locations: drinnen die Stille und das gedämpfte Licht der Kirche, draußen die Weite des Gartens mit den Sandsteinfiguren und den geschnittenen Hecken. Zwei völlig unterschiedliche Stimmungen an einem Tag, das sieht man am Ende auch in der Bildauswahl.
Was das für eure Planung bedeutet
Wenn ihr über etwas Ähnliches nachdenkt, auch ohne Hubschrauber: Der wichtigste Punkt ist ein realistischer Zeitplan. Ein Helikopterflug hängt vom Wetter ab, ein Wechsel zwischen zwei Locations kostet immer mehr Zeit als gedacht, und eure Gäste müssen wissen, wie sie selbst zum zweiten Ort kommen. Bei so einem Ablauf lohnt es sich, jemanden an der Hand zu haben, der beides kann: die Location-Logistik im Blick behalten und gleichzeitig die Fotos liefern, die den Tag später erzählen. Genau da sehe ich meine Rolle, nicht nur als Fotograf, sondern als jemand, der bei der Planung mitdenkt.
Wer sehen will, wie andere außergewöhnliche Hochzeiten bei mir aussehen, findet weitere Beispiele in meinem Portfolio. Für einen Tag mit so vielen Stationen braucht es genug Stunden im Paket, meine aktuellen Leistungen und Preise findet ihr hier.
Fehlt euch eine Information zu dieser Hochzeit, oder plant ihr selbst etwas in diese Richtung? Schreibt mir, ich erzähle euch gern mehr davon.















Ihr habt Fragen dazu?
Dann meldet euch bei mir. Gern helfe ich euch.

