Brautfrisur für Hochzeitsfotos: Was ich als Fotograf sehe

Die Frisur ist der Teil des Brautlooks, den ihr am Hochzeitstag am schlechtesten nachbessern könnt. Sie wird morgens gemacht, soll bis in die Nacht halten und ist auf fast jedem Foto zu sehen: von vorn, von der Seite, von hinten.

Ich fotografiere Hochzeiten und sehe am Ende des Tages, welche Frisuren das mitmachen. Hier erkläre ich, worauf ihr bei der Frisur achten solltet, damit sie auf euren Hochzeitsfotos gut aussieht. Dazu gibt es Podcastfolgen mit Stylistinnen und Friseurinnen aus der Region, zum Beispiel mit Yvonne Springer vom Frauenzimmer in Wilsdruff.

Was eine Brautfrisur auf Hochzeitsfotos können muss

Auf Bildern zählen andere Dinge als im Spiegel. Eine Frisur muss von mehreren Seiten funktionieren, denn ich fotografiere euch nicht nur frontal. Beim Auszug, bei der Umarmung nach der Trauung und beim Tanzen sieht man die Seiten und den Hinterkopf.

Sie muss außerdem Bewegung aushalten. Wind vor der Kirche, eine lange Umarmung, ein Kuss an der Tür: Was morgens perfekt sitzt, ist nachmittags lockerer. Das ist kein Drama, solange die Frisur mit etwas Lockerheit gut aussieht. Schwierig wird es bei Looks, die nur in makellosem Zustand funktionieren.

Braut mit Frisur am Hochzeitstag

Offen, hochgesteckt oder halb offen

Offene Haare

Locken und Wellen wirken weich und passen zu vielen Kleidern. Im Wind fliegen sie, was auf Fotos schön sein kann, aber auch quer durchs Gesicht. Ein paar Haarnadeln am Rand und etwas Halt im Haar sorgen dafür, dass die Frisur den Tag übersteht.

Hochsteckfrisur

Hochsteckfrisuren halten am zuverlässigsten. Sie zeigen Hals, Schultern und Ausschnitt, und jeder Haarschmuck kommt zur Geltung. Von hinten fotografiert sind sie besonders schön, vor allem bei Kleidern mit Rückenausschnitt. Ein paar lose Strähnen am Gesicht machen den Look lebendig. Ein starrer Look wirkt auf Bildern schnell streng.

Halb offen

Oben gesteckt, unten offen: Das Gesicht bleibt frei, die Haare fallen weich, und ein Schleier hat einen festen Platz. Für viele Bräute ist das der Mittelweg, mit dem sie sich am wohlsten fühlen.

Braut mit Haarschmuck

Schleier und Haarschmuck

Haarschmuck fängt Licht und glitzert in der Sonne. Das sieht schön aus, solange er zum Kleid passt. Trägt das Kleid viel Spitze oder Glitzer, darf der Schmuck im Haar zurückhaltend sein. Bei einem schlichten Kleid trägt auch ein größerer Kamm.

Ein Schleier bringt Bewegung in die Fotos, besonders im Gegenlicht und im Wind. Er sollte so befestigt sein, dass er beim Gehen nicht zieht. Bei einem langen Schleier hilft jemand, der ihn vor dem Foto richtet. In der Podcastfolge erklärt Yvonne, worauf ihr bei Haarschmuck und Schleier achten solltet und wie ihr Kleid, Frisur und Accessoires aufeinander abstimmt.

Das Probestyling nicht auslassen

Yvonne erzählt in der Folge, wie ein Probestyling abläuft und warum es so wichtig ist. Aus Fotografensicht kann ich das nur unterstützen. Wer die Frisur vorher einmal getragen hat, weiß, wie sie nach ein paar Stunden aussieht und ob sie mit Schleier und Haarschmuck funktioniert.

Auch Kristin Langer von Kameleon in Marienberg geht in Folge #2 auf Beratung und Probetermine ein. Ilka Freiport von Fenfire Art nennt den Probetermin in Folge #10 ein Muss und empfiehlt ihn etwa acht Wochen vor der Hochzeit.

Macht beim Probetermin Fotos von allen Seiten. Mit dem Handy reicht das völlig. So könnt ihr später in Ruhe entscheiden und habt eine Vorlage für den Hochzeitsmorgen.

Der Hochzeitsmorgen: Zeit einplanen

Die Frisur ist oft die erste Station des Tages. Wenn das Styling länger dauert, verschiebt sich alles danach. Plant deshalb einen Puffer ein und sprecht den Zeitplan mit eurer Stylistin ab. Fotos vom Styling gehören für mich zum Tag, denn sie zeigen, wie ihr euch auf den Moment vorbereitet.

Ihr habt Fragen dazu?
Dann meldet euch bei mir. Gern helfe ich euch.

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